Hals-Nasen-Ohren-Beschwerden (HNO) sind lästig und können deinen Alltag erheblich beeinträchtigen. Ob verstopfte Nase, Halsschmerzen oder Ohrenschmerzen – oft kommt das Problem plötzlich und du möchtest so schnell wie möglich wieder fit werden.
Die gute Nachricht: Viele HNO-Beschwerden lassen sich mit einfachen Hausmitteln oder gezielten Maßnahmen schnell lindern. In diesem Artikel erfährst du, wie du typische Beschwerden erkennst und was du dagegen tun kannst.
1. Verstopfte Nase und Schnupfen – so bekommst du wieder Luft
Eine verstopfte Nase kann durch eine Erkältung, Allergien oder trockene Luft verursacht werden. Damit du schnell wieder frei durchatmen kannst, helfen folgende Maßnahmen:
Nasendusche mit Salzwasser:
Eine Kochsalzlösung reinigt deine Nasenschleimhäute und löst festsitzenden Schleim.
Inhalation mit Kamille oder ätherischen Ölen:
Ein Dampfbad mit Kamille, Eukalyptus oder Pfefferminz kann die Nasennebenhöhlen öffnen.
Viel trinken:
Wasser, Kräutertees und Brühen helfen, den Schleim zu verflüssigen.
Nasensprays richtig anwenden:
Abschwellende Nasensprays solltest du nur kurzfristig nutzen (maximal 5-7 Tage), um eine Abhängigkeit zu vermeiden.
Wenn deine Nase länger als zwei Wochen verstopft ist, solltest du einen HNO-Arzt aufsuchen.
2. Halsschmerzen – schnelle Hilfe bei Kratzen und Schmerzen
Halsschmerzen sind oft das erste Anzeichen einer Erkältung oder einer Rachenentzündung. Damit du sie schnell loswirst, kannst du folgende Tipps ausprobieren:
Gurgeln mit Salzwasser oder Kamillentee: Das wirkt entzündungshemmend und desinfizierend.
Warme Getränke mit Honig:
Honig hat antibakterielle Eigenschaften und lindert das Kratzen im Hals.
Halswickel mit Quark oder warmem Wasser:
Wickel können die Schmerzen reduzieren und die Durchblutung fördern.
Lutschpastillen mit Salbei oder Isländisch Moos:
Diese helfen, die Schleimhäute feucht zu halten und den Schmerz zu lindern.
Falls die Halsschmerzen länger als eine Woche anhalten oder von hohem Fieber begleitet werden, solltest du einen Arzt konsultieren.
3. Ohrenschmerzen – was du tun kannst
Ohrenschmerzen können durch eine Mittelohrentzündung, einen verstopften Gehörgang oder einen Druckausgleichsfehler (z. B. beim Fliegen) verursacht werden. Folgende Maßnahmen können helfen:
Wärme anwenden:
Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen auf das betroffene Ohr legen – das lindert den Schmerz.
Zwiebelwickel:
Eine geschnittene Zwiebel in ein Tuch wickeln und aufs Ohr legen – wirkt entzündungshemmend.
Nasenspray nutzen:
Bei Mittelohrentzündungen kann abschwellendes Nasenspray helfen, den Druck im Ohr zu regulieren.
Vorsicht mit Wattestäbchen:
Diese können das Problem oft verschlimmern, indem sie das Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang drücken.
Falls du Fieber bekommst oder der Schmerz stark ist, solltest du einen HNO-Arzt aufsuchen.
4. Heiserkeit und Stimmprobleme – so bekommst du deine Stimme zurück
Wenn deine Stimme versagt, kann das an einer Erkältung oder einer Überlastung der Stimmbänder liegen. Hier sind einige Tipps für eine schnelle Genesung:
Stimme schonen:
Versuche so wenig wie möglich zu sprechen oder zu flüstern.
Feuchte Raumluft:
Ein Luftbefeuchter oder eine Schale mit Wasser auf der Heizung hält die Schleimhäute feucht.
Tee mit Ingwer und Honig:
Das beruhigt die Stimmbänder und wirkt antibakteriell.
Bonbons lutschen:
Spezielle Lutschtabletten mit Isländisch Moos oder Eibischwurzel befeuchten die Stimmbänder.
Sollte deine Heiserkeit länger als zwei Wochen anhalten, ist ein Besuch beim HNO-Arzt ratsam.
5. Schwindel und Druck im Ohr – was steckt dahinter?
Schwindel kann durch Probleme im Innenohr verursacht werden, da hier das Gleichgewichtszentrum sitzt. Ursachen können sein:
Ohrenschmalzpfropfen:
Wenn das Ohr verstopft ist, kann sich Druck aufbauen. Eine professionelle Reinigung beim Arzt hilft.
Flüssigkeitsstau im Ohr:
Besonders nach Erkältungen kann Flüssigkeit hinter dem Trommelfell bleiben. Ein Nasenspray kann helfen, den Druck auszugleichen.
Lagerungsschwindel:
Spezielle Übungen wie das Epley-Manöver können helfen, den Schwindel zu lindern.
Falls der Schwindel plötzlich und stark auftritt oder von Übelkeit begleitet wird, solltest du einen Arzt aufsuchen.
6. Wann solltest du einen HNO-Arzt aufsuchen?
Die meisten
HNO Beschwerden kannst du selbst behandeln. Es gibt aber Situationen, in denen du einen Arzt aufsuchen solltest:
- Anhaltende oder starke Schmerzen (z. B. Ohrenschmerzen mit Fieber)
- Länger als zwei Wochen verstopfte Nase oder Halsschmerzen
- Heiserkeit über zwei Wochen hinweg
- Starker oder plötzlicher Schwindel
- Hörverlust oder anhaltender Druck im Ohr
Falls du unsicher bist, an welchen Arzt du dich wenden solltest oder weitere Informationen zu HNO-Erkrankungen benötigst, kannst du dich auch an die Landesärztekammer Baden-Württemberg (
HNO Ärztekammer BW) wenden. Sie bietet eine Arztsuche, Informationen zu Fachärzten und hilfreiche Patientenratgeber rund um Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen.
Auf der Website der Ärztekammer findest du zudem aktuelle medizinische Leitlinien und Empfehlungen zur Behandlung verschiedener HNO-Beschwerden.
Fazit: HNO-Beschwerden schnell lindern und langfristig vorbeugen
Ob verstopfte Nase, Halsschmerzen oder Ohrenschmerzen – mit den richtigen Maßnahmen kannst du viele Beschwerden schnell lindern. Hausmittel wie Nasenduschen, Tee mit Honig oder Zwiebelwickel sind oft eine gute erste Wahl. Wenn die Beschwerden länger anhalten oder sehr stark sind, solltest du aber nicht zögern, einen HNO-Arzt aufzusuchen.
Achte zudem auf eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Flüssigkeit, frischer Luft und einer guten Hygiene – so kannst du vielen HNO-Problemen vorbeugen und bleibst langfristig gesund!